Tuesday, October 2, 2007

In Abwandlung Schopenhauers

Man kann glauben, dass man will,
aber man kann nicht wollen, dass man glaubt

17 comments:

Dominik said...

man kann aber an etwas glauben wollen, muss aber dann nicht zwingend das glauben.

wobei man nicht alles glauben kann was man will. mache menschen glauben nicht an gott (zumindes behaupten sie das) und beten dann aber trozdem wieder unbewust und können sich dem glauben nicht rein durch willenskraft entziehen

zeilinger said...

Ich denke, man kann sich wünschen, zu glauben. Aber wollen kann man es nicht.

jupe said...

zitat von "wir sind helden": MÜSSEN NUR WOLLEN

Das ist das Land der begrenzten Unmöglichkeiten
Wir können Pferde ohne Beine rückwärts reiten
Wir können alles was zu eng ist mit dem Schlagbohrer weiten
können glücklich sein und trotzdem Konzerne leiten

Wir können alles schaffen genau wie die toll
dressierten Affen wir müssen nur wollen

...
die frage ist nur: muss ich alles müssen was ich kann? Und wenn ich nicht glauben will, kann ichs trotzdem müssen? Und wenn ich nicht glauben kann?

also: man glaubt oder nicht, ob man will oder nicht? was ist, wenn ich glaube, ohne zu wollen? geht das in die umgekehrte richtung auch? Kann ich mir verbieten zu glauben?

Andrea said...

„Die Welt als Information und Wirklichkeit“ war, nehme ich an, auch eine Abwandlung Schopenhauers. Der interessanteste Teil ist meiner Meinung nach damals allerdings zu kurz gekommen; meine verschiedenartigen Versuche, schlauer zu werden, haben leider nur mäßigen Erfolg gehabt.

colorspace said...

Selbst das Wollen kann nicht gewollt werden...

peter said...

ich WILL gerne mitdenken, aber ich MUSS arbeiten...

;- )))

Andrea said...

Interessant ist, wie viele Menschen, vielleicht ohne es zu wollen und manchmal ohne es zu wissen, zumindest ein bißchen abergläubisch sind. Die schöne Anekdote von Niels Bohr und dem Hufeisen über dem Eingang seines Landhauses gefällt mir immer wieder, besonders seine geniale Erklärung: „Es soll auch helfen, wenn man nicht daran glaubt.“
Im übrigen: Aberglaube bringt Unglück.

Andrea said...

http://www.iop.org/activity/awards/International%20Award/page_23288.html

Glückwunsch!

laie said...

@Isaac-Newton-Medaille

Zitat heutige Zeitung:
Zeilinger ist ein Pionier in der Quantenphysik und schafft es, selbst Laien zu interessieren.

Stimmt!

Gratulation,

peter

zeilinger said...

@andrea:
Vielen Dank für den Glückwunsch

zeilinger said...

@laie:
Danke für die Gratulation
Welche Zeitung schrieb das?

Andreas said...

@ zeilinger

Die Presse schreibt dies auch sinngemäss:
http://www.diepresse.com/home/techscience/wissenschaft/334587/index.do

Dem schliesse ich mich voll an. Der Schleier und der Spuk haben bei mir eine Fixplatz im Bücherschrank, gleich neben den Feynman Lectures!!

peter said...

@zeilinger &
Welche Zeitung schrieb das?

Salzburger Nachrichten S.12

Andrea said...

@ Laien
Keine Ahnung, ob es stimmt: Ich hab´mal irgendwo gelesen, Newton hätte seine „Principia“ auch deshalb so schwierig gemacht, um sich so Laien vom Leib zu halten. Dabei bestand für ihn noch nicht einmal die Gefahr, mit seltsamen E-Mails seltsamer Menschen zugeschüttet zu werden. Zum Glück machen es nicht alle so wie er.

einstein said...

"Imagination is more important than knowledge. For knowledge is limited […]."

Andrea said...

Hoffentlich hat Einstein wirklich gesagt: “Hält Zürich an diesem Zug?” Si non è vero…
Authentisch wohl: „Was ich zu Bachs Lebenswerk zu sagen habe: Hören, spielen, lieben, verehren und - das Maul halten!"
„...und analysieren“, könnte man noch ergänzen. Manche mögen das nicht, haben vielleicht Angst vor „Entzauberung“. Dazu R. Feynman: „Es schadet dem Geheimnis nicht, darüber ein bißchen Bescheid zu wissen.“ Finde ich auch.

Anonymous said...

für theologisch interessierte gibt es die gegensätzliche meinung im philipperbrief 2:13 nachzulesen...