Sunday, May 6, 2007

Endlich, geschafft

Gestern endlich den Text der englischen Version von "Einsteins Spuk" fertiggestellt. Das war eine verrückte Geschichte. Bisher ist das Buch auf Deutsch erscheinen. Dort heisst es aber, dass es eine Übersetzung aus dem Englischen ist. Was ist also los? Ich hatte das Buch tatsächlich zuerst auf Englisch geschrieben. Das wurde übersetzt ins Deutsche während ich noch an englischen Original-Kapiteln arbeitete. Zum Schluss war die Zeit so knapp, dass ich es auf Deutsch fertigstellte. Also fehlten eine Menge Überarbeitungen und Textteile im englischen "Original". Das dann hin zu kriegen war ziemlich mühsam. Würde ich jedem abraten.

Danke für die Geduld. Jetzt werde ich wieder was ins Blog schreiben.

18 comments:

Anonymous said...

@ "Also fehlten eine Menge Überarbeitungen und Textteile..."


Ja, diese Teilchen sind a Hund...

Rauris said...

Mich interessiert ihre Beziehung zum Dalai Lama. Sie hatten ja zur Jahrtausendwende das berühmte Gespräch im Geo mit ihm gehabt und waren im Frühjahr gerade dort.
Geht ihr Austausch mit ihm in die Richtung Spiritualität und Physik? Hawking hat mal irgendwo gesagt, Gott sei für ihn der Big Bang. Diese Sicht, wenn sie denn so richtig zitiert ist, wäre mir zu einfach.

Andrea said...

@Rauris
Jedenfalls ist die Beziehung bestimmt recht gut. Falls jemand diese Seite noch nicht kennen sollte:
http://www.waldzell.org/
Viel Vergnügen.

MovGP0 said...

Wenn wir schon am philosophieren sind:
Ich vor vielen Jahren eine Diskussion mit einem damaligen Lehrer von mir. Es ging darum, wer oder was Gott erschaffen hat. Die Ansicht des Lehrers war, dass Gott "in sich selbst ist" und und abseits von Zeit-und-Raum existiert. Dadurch braucht Gott keinen Schöpfer (dh. einen Über-Gott).

Darauf wusste ich zu kontern:
Wenn man nämlich das selbe für das Universum annimmt (dh. das Universum ist in sich), so benötigt man auch gar keinen Gott.

Das ist es wohl auch das was Hawking meint, wenn er den "Big Bang" (wie laut war der eigentlich? *scnr*) mit Gott gleichsetzt.

Im Endeffekt ist Gott aber wohl eher als ein von Menschen erschaffenes virtuelles (dh. rein philosophisches) Konstrukt zu sehen, mit dem versucht wird alles nicht Bekannte zu erklären.

Anonymous said...

@"Im Endeffekt ist Gott aber wohl eher als ein von Menschen erschaffenes virtuelles (dh. rein philosophisches) Konstrukt zu sehen, mit dem versucht wird alles nicht Bekannte zu erklären."

Ist es denn mit der Mathematik nicht auch so? *g*

LG

Wellensittich said...

@andrea
& wenn eines das andere ergibt... ;-)

kenn ich schon...
und bin auch schon angemeldet für den öffentlichen (Gratis-)vortrag!am Mittwoch mit dem Dalai Lama.

Vielleicht gibt´s noch Plätze...

Wellensittich said...

Entschuldigung wenn das ein Topfen ist, was ich jetzt schreibe, aber könnte es sein,
1)dass anlässlich des Urknalls neben den neutralen Teilchen auch ein ganzer Haufen von Teilchen entstanden ist, die sich in solche mit negativen und positiven Spin aufgespalten haben und die jetzt irgendwo verschränkt herumlungern/herumschwirren?
2) dass ein Raum erst durch Teilchen definiert wird, d.h. dass dort wo kein Teilchen ist, kein Raum ist (Grenzen des Universums bzw. des Geistes)?
3) dass wir alle vor dem Urknall ziemlich nahe beieinander waren?
4) dass ein schwarzes Loch zu einem Urknall werden kann... wer sagt denn, dass es EINEN Urknall gegeben hat?
5) dass eh alles einerlei/zweierlei ist?
:-)

or-om said...

Bitte an Prof. Zeilinger, vielleicht doch die *jetzt* offenen zwei Fragen kurz zu beantworten:
a) Problem der Quantenkryptographie
b) Verhältnis zum Dalai Lama
Die Gottesfrage ist wiederum aktualisiert. Dazu ganz KURZ!
@ movgpO
"Im Endeffekt ist Gott aber wohl eher als ein von Menschen erschaffenes virtuelles (dh. rein philosophisches) Konstrukt zu sehen, mit dem versucht wird alles nicht Bekannte zu erklären."

Gott nur über Gottesbeweise zu postulieren ist zu wenig. Nur dann ist Gott kein Konstrukt des Menschen, wenn er dem Menschen in Erkenntnis zugänglich ist, wenn er vom Menschen ERKANNT (geschaut) werden kann. Viele sagen, das ist unmöglich, viele sagen, dass es möglich ist (Platon, Krause, westliche und östliche Mystiker, Theosophen usw.) Es gibt daher 2 Arten von Wissenschaft und daher auch Physik: a)eine mit Gotteserkenntnis und b)eine ohne. Wenn ein b) mit einem a) spricht, sprechen sie vielleicht aneinander vorbei.

Anonymous said...

Finde ich nicht sehr ansprechend 2 Arten von Wissenschaft. Die Wissenschaft sollte meiner Meinung nach ohne das "Göttliche" auskommen. Damit soll(t)en sich andere beschäftigen.

Anonymous said...

warum kann Gott nicht ein Prinzip/ eine Qualität sein, das/die sowohl in der Sprache der Mathematik, Musik, Kunst, Religion usw. seinen/ihren Ausdruck findet? Dass eine Disziplin sagt: "Nur unsere Sprache kann die Welt erklären" bereitet mir Unbehagen. Unterschiede in der Unschärfe der Sprache sich dem Göttliche anzunähern sind nicht gleichzusetzen mit dem Wahrheitsgehalt

Hosch said...

@or-om

Was geht dich es an was jemand für ein Verhältnis zu einer anderen Person hat? Egal wer die beteiligten sind. Ist doch eine sehr persönliche Frage eigentlich?

Und über Probleme mit der Quantenkryptographie lässt sichs wunderbar in diversen Papers etc. nachlesen.

Wellensalat said...

@waldzell
wo bestimmte Teilchen sind, da fliegen bestimmte Teilchen zu...

or-om said...

@hosch
"Was geht dich es an was jemand für ein Verhältnis zu einer anderen Person hat? Egal wer die beteiligten sind. Ist doch eine sehr persönliche Frage eigentlich?

Und über Probleme mit der Quantenkryptographie lässt sichs wunderbar in diversen Papers etc. nachlesen."

Zur Klarstellung: beide Fragen stammen nicht von Or-Om sondern : a) Dalai Lama von rauris 7.5.07/10:40 und
b) Quantenkryptographie von anonymus 2.5.07/20:39

Wir wollen nur darauf hinweisen, dass Fragen eher nicht behandelt werden. Dann erhebt sich die Frage, ob man fragen soll.

or-om said...

@anonymus
"warum kann Gott nicht ein Prinzip/ eine Qualität sein, das/die sowohl in der Sprache der Mathematik, Musik, Kunst, Religion usw. seinen/ihren Ausdruck findet? Dass eine Disziplin sagt: "Nur unsere Sprache kann die Welt erklären" bereitet mir Unbehagen. Unterschiede in der Unschärfe der Sprache sich dem Göttliche anzunähern sind nicht gleichzusetzen mit dem Wahrheitsgehalt"

Das ist ja gerade der Gedanke, den or-om vertritt: Es könnte sein, dass man aus dem unendlichen und unbedingten Prinzip Gott alle Grundlagen aller Wissenschaften(vor allem Mathematik, Logik usw.) und aller Künste ableiten kann. Vgl. Wikipedia Schlagwort: Karl Christian Friedrich Krause und die Webseite der Gruppe Or-Om.
Es gibt offensichtlich 2 Blogger ´"anonymus" die entgegengesetzte Positionen vertreten.

MovGP0 said...

Mathematik und Gott
Sowohl die Mathematik mit der Physik als auch der Gottesbegriff sind Versuche unbekannte Zusammenhänge und bekannte Phänomäne zu erklären.
Der Hauptunterschied liegt für mich darin, dass Mathematik und Physik falsifizierbar sind und immer wieder angepasst wird, wohingegen der Gottesbegriff so angelegt wird, dass er nicht falsifizierbar ist.
Wissenschaft ist jedoch per Definition falsifizierbar - alles andere ist keine Wissenschaft.

Gotteserkenntnis
Ich denke man sollte die Möglichkeit, dass es einen Gott gibt (in welcher Form auch immer) zumindest erwägen, aber nicht zu ernst nehmen.

Sobald man sich auf eine Vorstellung festlegt, liegt man aufgrund der ∞-en Möglichkeiten mit einer Wahrscheinlichkeit p von p=1-1/∞ falsch.

aerhardt said...

Mathematiker haben es doch gut: Es gibt einen Satz, und wenn man den Beweis verstanden hat, ist die Welt wieder in Ordnung ;-)
Aber Spaß beiseite: Die ganze Sache mit der verlorenen Ortsinformaion "riecht" doch etwas danach, als würde man hier die falschen tools einsetzen (ich sage das und wirke hoffentlich nicht anmaßend: ich bin Mathematikerin, die eigentlich auch die Quantenmechanik nie richtig verstanden hat), nämlich die Überlagerung von Wellen. Schon die Repräsentation eines Photons als Wellenpaket legt doch nahe, dass man hier mit einer Theorie basierend auf Wavelets oder sogar Repräsentationen in Riesz-Basen und Frames eventuell weiter kommen könnte. Hat jemand schon so etwas versucht?
Gruß Angelika

aerhardt said...

@Quantinger
zu: Mathematiker haben es doch gut:...
Sorry, bin noch nicht so ganz bloq-fest und habe gerade eben (weiter oben) einen Kommentar abgeschickt ohne mit "@" eine Person zu adressieren. Ich hoffe, es kommt trotzdem an die richtige Stelle. DIESER Kommentar kann dann entfernt werden.
Gruß Angelika

Andreas said...

@Quantinger

Ein Aspekt, der mir im Schleier und Spuk Einsteins gut gefallen hat, ist, dass oft hypothetische, teilweise sogar provokante, Fragen an die Natur gestellt werden, die dann per Experiment bekräftigt oder widerlegt werden. Dadurch bekommt man zumindest einen kleinen Einblick wie Experimentalphysiker zur präzisen Formulierung einer Theorie beitragen oder sie sogar neu schaffen: Ein hypothetischer Entscheidungsbaum der nach und nach verfestigt wird.

Hier gleich meine eigene solche Frage zum Doppelspaltexperiment:

Ist nicht zumindest im Prinzip denkbar, entgegen der derzeitigen Auffassung, Interferenz doch als kollektives Phänomen vieler Teilchen zu betrachten, und zwar dadurch dass die Teilchen schon an der Quelle in irgendeiner Weise miteinander wechselwirken?

Es ist ja längst bekannt, dass eine Fälschung der Messung durch eine Wechselwirkung zwischen zwei sukzsessiven Teilchen experimentell ausgeschlossen kann, da leicht erreicht werden kann, dass ein Teilchen vom Detektor schon längst registriert worden ist, bevor das nächste emittiert wird (zum Beispiel indem man, im Falle von Photonen, eine ganz schwache Quelle verwendet).

Hat die Tatsache dass die Teilchen von derselben Quelle ausgesendet werden, vielleicht irgendeinen Einfluss auf das Verhalten der Teilchen? Was würde zum Beispiel passieren, wenn man anstatt EINER Quelle für alle Teilchen VIELE UNABHÄNGIGE Quellen verwendet, die jede für sich und völlig unabhängig voneinander ein einzelnes Teilchen emittiert. Man stelle sich ein Experiment mit N Teilchen vor, in dem man N verschiedene Quellen nacheinander in Startposition bringt und ein Teilchen emittieren lässt. Damit wäre sozusagen wirklich JEDE mögliche Wechselwirkung zwischen den Teilchen "schon an der Wurzel" ausgeschlossen?

Wurde dieser Fall experimentell bereits abgedeckt?