Tuesday, February 12, 2008

Ein paar Comments

Danke für die guten Diskussionen auch wenn ich gerade nicht die Zeit hatte, was beizutragen.
Hier ein paar Comments zu dem Diskutierten:

@mahatma gandhi:
Ihr Zitat ist interessant. wo ist es genau zu finden?

@florian:
Dieses Bild vom Carinanebel ist tatsächlich beeindruckend.
Wie komme ich zur 200MB Version?

@andrea & norbert:
einige meiner besten Ideen sind mir bei Konzerten gekommen. Dann kritzle ich gelegentlich was ins Programmheft.

@colorspace:
Es ist meine Meinung, dass die objektive Zufälligkeit des quantenmechanischen Einzelereignisses der stärkste Hinweis auf eine unabhängig von uns existierende Wirklichkeit ist, den wir besitzen.

Zu 2001:
Jemand hat mir einmal gesagt, dass es zu 2001 ein paar, angeblich 8, Stunden director's cut gibt, irgendwo in Kalifornien (und damits romantisch klingt: es soll in einem Panzerschrank eingeschlossen sein). Und da soll die Story ganz anders ablaufen, angeblich: Hat jemand von Euch dazu eine Idee, od das stimmen kann? Würde ich gerne sehen

Ja, und danke an alle für die freundlichen Gratulationen

20 comments:

Andrea said...

Danke auch für die Comments zu den Comments. Und wir schreiben also jetzt die Comments zu den Comments zu den Comments…

@ objektive Zufälligkeit

Nicht ganz zufällig habe ich mir gestern die Aufzeichnung einer Radiosendung mit dem Titel „Der Zufall - Unsicherheiten an der Grenze des Wissens“ angehört:
http://www.drs2.ch/www/de/drs2/hoerpunkt-an-den-grenzen-des-wissens/33739.21296..html

@ „einige meiner besten Ideen sind mir bei Konzerten gekommen. Dann kritzle ich gelegentlich was ins Programmheft.“

Ja, das ging vor Jahren durch die Presse, wobei man nie sicher kann, ob jedes Detail auch wirklich stimmt. Abgesehen davon, daß ich sowieso jedes Programm aufhebe, würde ich diese Programmhefte nun unbedingt aufbewahren: Dann könnte man mal nachsehen, welcher Komposition wir welche Idee verdanken ;-) Vielleicht hätte der ein oder andere Komponist noch eine posthume Widmung einer Arbeit verdient. Irgendein phantasiebegabter Mensch müßte außerdem mal versuchen, eine Verbindung herstellen zwischen Ideen und Musik, zwischen mathematischen Formeln und musikalischen Motiven. Was da wohl herauskäme?

florian said...

@Zeilinger:
Das Bild gibts als 200MB jpeg
unter: http://hubblesite.org/gallery/album/
entire_collection/pr2007016a/

Einfach runterscrollen zu highest quality.

florian said...

Ich wollt noch schnell sagen was für eine Ehre es für mich, unstudiert und Riesenzeilingerundquantenallgemeinfan,
ist an ihren Konversationen teilnehmen zu dürfen.

mahatma gandhi said...

@Ihr Zitat ist interessant. wo ist es genau zu finden?

http://de.wikiquote.org/wiki/Mahatma_Gandhi

@es soll in einem Panzerschrank eingeschlossen sein). Und da soll die Story ganz anders ablaufen, angeblich: Hat jemand von Euch dazu eine Idee,...

ja, wir könnten den Panzerschrank sprengen um an den Film ranzukommen...

sorry, es gibt bestimmt auch einen gewaltfreien Weg... 8-)

peter said...

@Andrea
Danke für den Hörtipp!

Andrea said...

@ Peter
Bitte, bitte… Hab´ noch mehr auf Lager, als da wäre dieser angeheiterte- Verzeihung, heitere und erheiternde, dabei teilweise wirklich nicht einfache Vortrag:
http://pirsa.org/06070055
Manche haben sich hier schon unterfordert gefühlt; sollte das immer noch der Fall sein, könnte jemand aus diesem Vortrag eine populärwissenschaftliche Fassung fürs Laienpublikum machen.
Irgendwas muß damals wirklich anregend gewesen sein-

peter said...

@könnte jemand aus diesem Vortrag eine populärwissenschaftliche Fassung fürs Laienpublikum machen.

mir iss leider zu hoch... aber schön, wie´s dahinplätschert.
Trotzdem Danke!

Andrea said...

@ Wann, wo, wie Ideen kommen

Bruckners erzromantische Antwort auf die Frage, was ihn zum Hauptthema seiner Neunten inspiriert habe: „I´ geh´auf´n Kahlenberg, und wia mir heiß wird und i´ hungrig wer, setz i´ mi ans Bachl und pack mein´ Emmentaler aus. Wia-r-i ´s fettige Papier aufmach, fallt mir die verflixte Meodie ein.“
(Das Zitat fiel mir wiederum ein, als ich im Bus Richtung Bibliothek saß, um endlich einiges von/zu/über Gödel herauszusuchen.)

Norbert said...

Erklärt mir mal jemand bitte, was "Objektiver Zufall" sein soll? Determinismus ist für mich gestorben. Zufall als letztes Geheimnis des Universums war mir zu esoterisch, den habe ich vor Jahren gestrichen. Wenn es in meiner Elektronik rauscht gibt es stochastisch Ereignisse, aber großräumig findet über die Elektrostatik eine Kommunikation statt die einen Ausgleich erzwingt. Beim radioaktiven Zerfall ist die Sache etwas unheimlicher, wenn die Gesetze der Stochastik gelten, müsste auch ein gleichzeitiger Zerfall von grösseren Materiemassen stattfinden und zwar ohne Ausgleich. Die Halbwertszeiten wären dauernd verschieden. Ich glaube es gibt eine unverstandene Kommunikation und wenn mir die Quantenphysik eine Überlichtkommunikation anbietet, verzichte ich gerne auf den Zeitbegriff. Wenn die Schwarzen einmal draufkommen werden, was die Quantenphysik an Paradigmenwechsel anbietet, werden sie vermutlich mit Wehmut an die Scheiterhaufen zurückdenken. Auf jeden Fall haben sich die K.-berger auf dem Vortrag von AZ nichts gedacht, sonst hätten die nicht rumgeblödelt und geschwätzt.

Die Murmeltiere hatten recht, es ist Frühling, am Fluß blühen die ersten Huflattich und unter dem Gebhardsberg grüssten mich die ersten Himmelschlüssel. :-)

peter said...

@Determinismus ist für mich gestorben.

Also ich versteh nicht, warum die Antworten in dieser Hinsicht so ausschließlich sein müssen.
Warum kann es kein UND geben.

Für mich gibt es den Determinismus UND den Zufall. (Das Ziel ist meines Erachtens determiniert, der Weg dorthin aber nicht.)

Genauso wie es für mich Evolution UND Kreationismus (im weiteren Sinn) gibt.

Norbert said...

@Peter
Dann wäre:
Freier Wille => Zufall und
Fixes Ziel => Endliche Maschine?
Alles addiert => Ein sterbendes vorbestimmtes Universum?
Nee, das ist nicht meins, ich bin unsterblich und der Weg ist mein Ziel. ;-)

Ich glaub das wird ein heisser Sommer. Buschwindröschen und erste Weidenkätzchen sind auch schon da. Am Mittag saß ein Schmetterling (Landkärtchen?) neben dem Küchenfenster auf der Fassade und sonnte sich. Ziemlich früh.

peter said...

@ich bin unsterblich und der Weg ist mein Ziel. ;-)

ja, da bin ich eh wieder bei Dir...
ich denke dass man nach dem Tod wie ein Tropfen in ein Meer fällt welches man "Weltenseele" nennen könnte und man darin aufgeht.

Norbert said...

@Peter
Ich nicht. Die werden sich noch wundern. ;-)

Andrea said...

Wer noch ein bißchen Zufall in Buchform gebrauchen kann:
http://www.picus.at/4DCGI/moreinfo/s=038A6A321346666E6015113E179B46CBAC62065D/l=1/16186/x=0/w=1/c=27/sc=59/p=67110326
Am Ende des letzten Beitrags steht dieses Zitat aus Musils „Mann ohne Eigenschaften“ (hab´ ich noch nicht gelesen): „So ließe sich der Möglichkeitssinn geradezu als die Fähigkeit definieren, alles, was ebensogut sein könnte, zu denken und das, was ist, nicht wichtiger zu nehmen, als das, was nicht ist.“ Hmm.

Eichendorff said...

Übern Garten durch die Lüfte
Hört ich Wandervögel ziehn,
Das bedeutet Frühlingsdüfte,
Unten fängts schon an zu blühn.
...

peter said...

@norbert

?

Christoph said...

@Colorspace: Sorry, habe hier längere Zeit nach dem Comment gesucht, auf den sich AZs Replik bezieht. Auf was bezieht er sich?
Gruß, Christoph

Norbert said...

@peter
Tja du hast die Wahl:
Ein Universum, daß;
1. von Oben regiert wird = Diktatur
2. eine Maschine ist = Determiniert
3. von Unten aufbaut= Freier Wille=Demokratie.

Du hast eine Kombination aus 1.+2. gewählt. Eine Wissenschaft die nicht ausschliesslich 3. umfasst wird zwangsläufig zur NS-Ideologie, hatten wir doch schon mal und die moderne Hirnforschung ist auch wieder auf dem Seelenlos-Tripp.

Da der Eichendorff oben gepostet hat, hier noch ein passender Vers von ihm, aus Zwielicht:

Hast du einen Freund hienieden,
Trau ihm nicht zu dieser Stunde,
Freundlich wohl mit Aug und Munde,
Sinnt er Krieg im tückschen Frieden.

peter said...

@Tja du hast die Wahl:

ja, dann nehm ich alle drei.(Aber nicht gesellschaftspolitisch!)
Ich glaub trotzdem an das bereits vor einigen Wochen erwähnte "halfpipemodell", oder besser: "Wasserrutschenmodell"
Da hab ich ich die Freiheit schnell oder langsam runterzurutschen. Hab die Freiheit nach links oder rechts, auf den Bauch oder am Rücken, schreiend oder stumm zu rutschen, aber irgendwann bin ich im Becken (oben genanntes Meer) angelangt.
Ich nehme mir die Freiheit, ab und zu die Luft anzuhalten. Zur Zeit nehme ich mir die Freiheit weniger zu essen. Übertreib ich es, dann diktiert mir der Hunger den Weg zum Kühlschrank. Ich nehme mir die Freiheit ans andere Ende der Welt zu fliegen und mein Körper zeigt mir dann, dass er das nicht gewohnt ist. Diese lebende Maschine passt sich an, ob ich will oder nicht. Toll denk ich mir.
Myrianden von Informationseinheiten geben mir laufend positives oder negatives oder gar kein feedback über mein Sein in der Welt. Ich nehme mir die Freiheit, meinen Weg zu gehen. Befinde ich mich auf dem falschen Weg, dann lässt mich das meine Umwelt auch spüren und zwingt(diktiert) mich zurück.
Freier Wille Ja, aber dieser hat seine Grenzen. Aber manchmal muss man wohl auch Grenzen überschreiten und Widerstand überwinden um Neuland zu betreten.

@NS-Ideologie
jedes Extrem sollte einen hellhörig werden lassen, vor allem jene Ideologien, die sich vom Menschen (für mich auch von GOTT) entfernen.

@Eichendorff
Wer suchet, der findet.
Das Gute wie das Schlechte.

Norbert said...

@peter
Ja, der Eichendorff ist auch nicht mein Fall, adliger Großgrundbesitzer, Militarist und Offizier, aber der Vers hat halt gepasst.
Ein Tropfen im Ozean löst sich halt mal auf, das Extrem des obrigkeishörigen Zahnrädchens, daß dem "Gemeinwohl" zu dienen und sich zu opfern hat. Das Zitat wird vielen zugeschrieben. Und wenn es wirklich die Mutter Theresa war ist es auch schlecht, ich mach keinen Unterschied ob die Monarchie oder Diktatur im politischen oder religiösen Mäntelchen daherkommt.
Die Wissenschaft sollte sich nicht als Ideologievorreiter oder Feigenblatt verkaufen. Es ist recht, daß der AZ den vorgeschlagenen Standort der Eliteuniversität abgelehnt hatte. Und der Heisenberg schrieb: Ob eine Politik gut ist erkennt man nicht am Ziel, sondern am Weg auf dem sie ihr Ziel erreichen möchte.Ich denke jeder Mensch erschafft sein Universum in jedem Augenblick neu und hat daher sehr wohl den freien Willen, im Guten wie im Bösen, in Standhaftigkeit und Schaffung von etwas das das Universum vergrössert- was eine Maschine nicht könnte. Vielleicht kommt die Quantenphysik ja noch drauf.
Hmmm.. ;-)