Wednesday, December 19, 2007

Schubert Klavier

Um 1820 gab es in Wien etwa 100 Klavierbauer. Einen Stein-Hammerflügel vor kurzem bei Bernhard Balas, einem der letzten Klavierbauer in Wien gehört. Schubert Original sozusagen. Durch den Holzrahmen ganz weiche Töne. Später kam der Rahmen aus Gusseisen. Erlaubt über 20 Tonnen Gesamtspannung aller Saiten. Beim Stein waren es nur 8 Tonnen. Wär ein ideales Weihnachtsgeschenk der Stein.

13 comments:

colorspace said...

Erst "Vor 20 Jahren", nun vor 200, der nächste Eintrag bezieht sich dann wohl auf etwas, das vor 2000 Jahren war, gemäß genannter Jahreszeit.... :)

Was mich auf die Idee gebracht hat zu fragen (rein rhetorisch), ob den gemäß dem relativistischen Gelichzeitigkeitsbegriff, nach dem je nach Beobachter verschiedene Dinge gleichzeitig sein können, dann diese verschiedenen Zeiten sozusagen 'gleichzeitig' auch existieren... sozusagen eine "Many Worlds" Theorie implizit in der speziellen RT... :)

Ag said...

ja und nein.
da die erde relativ klein ist (so komisch das auch klingt - der geltende maßstab ist die zeit, die das licht benötigt um eine entsprechende distanz zurückzulegen, also weit weniger als eine sekunde), sind sämtliche ereignisse auf der erde, welche (aus sicht eines beobachters, der etwa auf der erde ruht) um mehr als die genannte zeit (ein bruchteil einer sekunde) auseinanderliegen absolut geordnet.

auf der anderen seite: wenn wir zwei ereignisse betrachten, die beispielsweise aus unserer sicht 2000 jahre auseinander liegen und mehr als 2000 lichtjahre voneinander entfernt sind, so gibt es ein system, in dem diese ereignisse gleichzeitig stattfinden.

peter said...

@Klavier, wohltemperiert, Stein

Sehr geehrter Herr Professor,

es war für mich spannend mitzuverfolgen wie Sie durch Ihre Einträge und Kommentare Denkanstöße gaben und sich daraus wieder neue Kommentare aber auch neue Einträge ergaben.

Meanderartig haben sich sozusagen neue "Wissensräume" erschlossen.

Es wurde geschrieben was geschrieben werden musste, und was nicht geschrieben wurde, das wollte auch nicht geschrieben sein...
Das klingt zwar a bissl deppert aber das gibt mir nach wie vor zu denken...

Als Blogbegleiter der ersten Stunde möchte ich mich bedanken und mich mit einem Wunsch an Sie wenden:

Die Pioniere von damals haben die "letzten Winkeln der Welt", Kontinente und Pole entdeckt.
Heute zählen Sie zu jenen, die weit voraus sind im Wissen darüber, was die Welt im Kleinen (und Großen?) zusammenhält.

Haben Sie schon eine leise Ahnung davon worin denn dieser "Stein der Weisen" liegen könnte und worauf das Ganze hinausläuft?

Jedenfalls schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr.

colorspace said...

@ag: so gibt es ein system, in dem diese ereignisse gleichzeitig stattfinden.

Interessant! Heißt das also, dass es auch ein System gibt, von dem aus etwas, das hier auf der Erde vor 2000 Jahren passiert ist, gleichzeitig zu sein scheint mit einem Ereignis, das aus unserer Sicht (oder dortiger?) heute passiert, aber sich in einer Entfernung von 2000 Lichtjahren von hier aus befindet? Oder so ähnlich? :)

Würde das heißen, daß auch Ereignisse von vor 2000 Jahren (aus unserer Sicht) aus einer anderen Sicht real, gegenwärtig sein können, relativistisch gesehen? Erscheint mir das seltsamer als es ist, oder heißt das, das Entscheidungen die aus unserer Sicht bereits getroffen wurden, aus einer anderen Sicht noch zu treffen sind? Etwa ein impliziter Determinismus in den Grundfesten der Relativistätstheorie?

Schubert said...

In die tiefsten Felsengründe
Lockte mich ein Irrlicht hin

Anonymous said...

Wie ich einen Ausgang finde,
Liegt nicht schwer mir in dem Sinn.

Bin gewohnt das irre Gehen,
's führt ja jeder Weg zum Ziel:
Unsre Freuden, unsre Leiden,
Alles eines Irrlichts Spiel!

Durch des Bergstroms trockne Rinnen
Wind' ich ruhig mich hinab -
Jeder Strom wird's Meer gewinnen,
Jedes Leiden auch ein Grab.

Anonymous said...

Bekannt, aber leider nicht sehr aufschlußreich.

goethe said...

Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.

Bach said...

Ach, wenn wird die Zeit erscheinen?

peter said...

@bach
Danke für den Tipp-
eine tolle Weihnachts-CD.
Wie soll ich dich empfangen-
ein richtiger Ohrwurm.
: )

Andrea said...

Denkwürdig, daß Bach den Choral „Wie soll ich dich empfangen“ ebenso wie den Schlußchor des Weihnachtsoratoriums mit der Melodie des Passionsliedes „O Haupt voll Blut und Wunden“ unterlegte, aus dem er schon früher „Ich will hier bei dir stehen“ und andere Strophen in der Matthäuspassion verwendet hatte.

peter said...

@andrea
hmm, ja, find´ ich auch...

Andrea said...

@ Peters Beitrag vom 20.12., 16:01

@ "Es wurde geschrieben was geschrieben werden musste"
Leider nein.
@ "…was nicht geschrieben wurde, das wollte auch nicht geschrieben sein..."
Leider ja.
@ "Das klingt zwar a bissl deppert"
Nein.
@ "…aber das gibt mir nach wie vor zu denken..."
Mir leider auch- völlig ergebnislos.